Stiftung – Kreis der Bäume

STIFTUNG — KREIS DER BÄUME

HEILIGE HAINE IM 21. JAHRHUNDERT

Ein wichtiges Anliegen der »Stiftung Kreis der Bäume« ist es, Heilige Haine zu fördern und ihren Schutz zu sichern. Die Rechtsform der Stiftung garantiert in unserer Rechtsordnung ihren größtmöglichen legalen Schutz. Mit der Übereignung von Land an die Stiftung fällt dieses Land unter die alleinige Nutzung gemäß des unveränderbar festgelegten Zweckes der Stiftung. Heilige Haine sind Baumpflanzungen oder natürlich gewachsene Wäldchen, die der profanen Nutzung durch den Menschen entzogen sind (im Gegensatz zum Wirtschaftswald), jedoch dem Menschen offen bleiben und von ihm mitgestaltet werden (im Gegensatz zum Urwald).

Wir unterscheiden zwischen drei verschiedenen Arten Heiliger Haine des 21. Jahrhunderts, aber allen gemeinsam ist, daß die Bäume als würdevolle Wesen betrachtet werden, die hier den Menschen und ihren Bedürfnissen nicht dienen müssen.

DER HAIN DER STILLE

Wir wollen die ursprüngliche Idee des Haines als eine »natürliche Kathedrale« (wieder) herstellen. Indem wir die Architektur – das geschichtliche und kulturelle Gepräge eines von Menschenhand erbauten Tempels – weglassen, sprechen wir zu jedem menschlichen Herzen und dessen Wunsch nach Einsamkeit oder Entspannung oder dem Bedürfnis, einfach der Schöpfung Dank auszusprechen im Frieden und Schutz der lauschenden Bäume.

Diese Art Hain ist ein Ort der Stille, der von respektvollen Individuen aufgesucht wird oder auch von kleinen Gruppen als ein Zufluchtsort für Meditation, Entspannung, Gebet oder Zeremonien.

DER HAIN DER HEILUNG

Ein Hain bestehend aus einer Reihe von (oder aus allen) einheimischen Bäumen. Eine Broschüre oder eine Info-Tafel könnte unter den Überschriften »Ökologie«, »Geschichte«, »Bräuche und Legenden« und »heilende Eigenschaften« Informationen geben. Touristen wären ebenso willkommen wie Schüler-Gruppen.

Die »Heilung« besteht einerseits in den heilenden Fähigkeiten der Bäume, nicht nur körperlich sondern auch seelisch*, und andererseits aus der Heilung des Risses zwischen Mensch und Natur.

Dieser Ort wäre für Kurse, Schulklassen oder Seminare über Kräuterheilkunde, Ökologie oder Vogel-Beobachtung geeignet.

DER HAIN DER SCHREINE

Da Bäume immer eine wichtige Rolle in der kulturellen und spirituellen Entwicklung der Zivilisationen gespielt haben, werden wir das ehren, indem wir Vertreter aus allen verschiedenen Glaubensrichtungen und spirituellen Ausrichtungen einladen, die Einheit des Lebens zu zelebrieren. Hier schaffen wir einen Ort der Begegnung, an dem sich die unterschiedlichen Traditionen in Frieden, Toleranz, und kreativem Austausch begegnen können. Dies soll auch dazu ermutigen, verschiedene Zeremonien und Erd-Heilungs-Rituale durchzuführen. Es ist ein sehr starkes Friedensprojekt, und es kann anderen zeigen, daß es vollkommen legitim ist, der Natur etwas zurückzugeben (anstatt immer nur zu nehmen), und daß es wunderschön ist, dies miteinander zu tun.

DER BAUM DES LEBENS

Ein besonderes Augenmerk gilt der Eibe, (gewöhnliche Eibe oder europäische Eibe (Taxus baccata)), dem Lebensbaum in vielen Kulturen. In Georgien, im Südwesten Rußlands, im Himalaya und in Japan bedeutet ihr Name »Gottes Baum«.

Ihre biologische Fähigkeit, sich vollständig zu erneuern, und ihre lange Lebensspanne – Eiben sind die ältesten Lebewesen Europas und Westasiens – haben sie zum Baum der Wiedergeburt und der Ewigkeit gemacht. Im christlichen Kirchhof wurde sie zum Symbol der Auferstehung. Aber junge und alte Eiben wachsen auch außerhalb der Kirchhöfe und sind auch dort sehr eindrucksvoll. Und sie sind auch bedroht!

Zwar steht die Eibe in vielen Ländern (z. B. Deutschland oder Polen) unter Naturschutz, doch England hat dieses Gesetz nie erlassen, was irgendwie ironisch ist, denn in England wurden die meisten alten Bäume gefunden. »Friends of the Trees«, unsere Partner-Organisation in England, möchte für diese Bäume den größtmöglichen Schutz erreichen. Wir müssen verstehen, daß diese Bäume grüne Denkmäler sind, und sie gehören nicht einem Gemeinderat, einer Grafschaft oder einer Nation sondern der Menschheit als ganzer. Eigentlich gehören sie nur sich selbst und dem Planeten und nicht uns. Sie sind ein Welterbe.

Besondere Eibenhaine zu schaffen oder alte Eiben zu erhalten, wäre der Stiftung ein besonderes Anliegen.

Die Stiftung wurde am 27. Juli 2004 von Andreas Lentz in Saarbrücken errichtet.

Das Stiftungsvermögen besteht aus einem 25%-igen Geschäftsanteil an der NEUE ERDE GmbH.

Die Stiftung bestreitet ihre Aufgaben aus den Gewinnanteilen der GmbH sowie aus Spenden.

Das Vermögen kann durch Zustiftungen (Geld, Grundstücke oder Sachen) vermehrt werden.

Die Stiftung wurde vom Finanzamt Saarbrücken als gemeinnützig anerkannt.

Ein erstes konkretes Projekt entsteht im Naturpark Nordvogesen im Elsaß.

Die Ideen in die Welt zu tragen und Gleichgesinnte zu vernetzen, dafür hat sich das Netzwerk »Freunde der Bäume« e.V. gegründet. Die Stiftung »Kreis der Bäume« bietet die sichere rechtliche Grundlage für das zweckbestimmte Eigentum.

Spenden (allgemein oder zweckbestimmt) sind genauso willkommen wie Zustiftungen (auch testamentarisch). Die Stiftung ist in Deutschland (bisher nur dort) als gemeinnützig anerkannt. Die Stiftung kann in allen Ländern, die das zulassen, Land besitzen.

Gerne senden wir Ihnen entsprechende Informationen. Bitte richten Sie Ihre Anfrage an:

Per Mail:
sekretariat@kreis-der-baeume.de

Per Post:
»Stiftung Kreis der Bäume«
Cecilienstr. 29
66111 Saarbrücken